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Sicherheitsabstand Teil 2
"

"Aegroto, dum anima est, spes est."

Solange ich atme, hoffe ich.

Es folgte tagelanges Schweigen. Der kleine Raum war stickig und der Drachen von Krankenschwester kam viel zu oft. Die Tür war immer verschlossen, es gab keine Besuchszeiten. Harry wagte sogar zu fragen warum das so war. Zur Sicherheit, kam die Antwort. Nur bis sie wieder fähig waren sich zu verteidigen. Ob gegen die Außenwelt oder gegen sich selbst wurde nicht wirklich klar.

Die Tränke waren angenehm, konnte man wirklich nicht anders sagen. Bis zu zwei Stunden nach Verabreichen saß man stumm lächelnd und scheinbar zufrieden mit sich und der Welt auf der Pritsche, selbst Snape war gegen dieses Phänomen nicht immun. Sie halfen auch beim Reden, Harry jedenfalls. Er redete viel, es war teilweise unzusammenhängend aber es waren größtenteils Informationen, die Snape vorenthalten worden waren, er schien interessiert und, nun ja, es gab eigentlich nichts zu tun. Es gab absolut nichts zu tun und das war wohl eine völlig neue Situation für beide. Also füllte Harry sie mit Worten und manchmal, manchmal wenn es gerade ein paar Minuten nach der letzten Medikamentenvergabe war, dann bekam er eine Antwort auf seine Fragen, meistens kurz und ruppig und ärgerlich, doch wenn er den perfekten Zeitpunkt gewählt hatte und eine Pause ließ und die Langeweile unerträglich wurde, dann waren die Antworten länger.

Wenn seine Antwort mit „Potter,“ begann hieß das, daß keinerlei Eloquenz zu erwarten war, also schwieg Harry. Sie schwiegen viel. So viel, daß der Raum kleiner und stickiger wurde vor lauter Stille. Einmal hatte Snape gesagt, daß es sich nicht gehöre, einen Erwachsenen nur mit den Nachnamen zu betiteln. Bedeutete wohl, daß er wollte, daß Harry ihn Severus nannte.

Ob Snape ihn dann auch Harry nennen würde? Natürlich nicht, kam die süffisante Antwort und ihr folgte das Schweigen.

Aber jetzt war es mitten in der Nacht und es gab nichts, was beim Schlafen half und keiner der beiden hatte es bis jetzt über sich gebracht, den Drachen nach etwas zu bitten. Harry fragte sich, warum Snape noch immer hier war. Der einzige Grund warum Zauberer gegen ihren Willen festgehalten werden durften, war wenn sie eine Gefahr für andere oder sich selbst darstellten. Harry vermutete letzteres.

Es war gegen vier und er versuchte krampfhaft wieder einzuschlafen, aber es wollte ihm nicht gelingen, als er plötzlich ein Geräusch hörte, so beunruhigend und aufwühlend, daß seine Nackenhaare sich aufstellten und er zusammenzuckte. Es klang erstickt, wie eine Mischung aus einer Bitte, einem Schluchzen, einem Schrei. Harry hielt sich die Ohren zu, doch es wollte nicht aufhören.

Er mußte nur seinen Arm ausstrecken, das Zimmer war nicht groß und er könnte ihn wecken oder… Irgendwie dauerte es bis Harry den Mut aufbrachte, warum auch immer es so schwer war den Mann auch nur zu berühren wußte er nicht, aber es war nun mal so. Harry konnte nur den dunklen Umriß des Mannes sehen, es würde für die nächsten zwei Stunden kein Licht geben. Snape - Severus lag mit dem Rücken zu ihm gewandt und Harry streckte seine Hand aus, legte sie auf seine Schulter, drückte sie und murmelte ein paar beruhigende Lügen.

So plötzlich wie es angefangen hatte, hörte es auch wieder auf, er war vielleicht aufgewacht., Harry war sich nicht sicher. Jetzt bebte die Schulter unter seiner Hand, und der Atem ging rasch und zitternd und irgendwie war Harry überhaupt nicht wohl.

Dann spürte er, wir eine raue Hand nach der seinen griff und sie dann wegstieß, jedoch… bildete Harry sich das ein oder ließ der Mann die Berührung länger zu als es eigentlich notwendig war?

Egal, Harry rief die Schwester, die auch prompt einen Beruhigungstrank brachte. Andere Behandlungen gab es hier wohl nicht, aber das war Harry eigentlich nur recht. Sna - Severus jedenfalls schien sich zu beruhigen, das ging wohl sehr schnell mit diesem Trank und Harry drehte sich wieder auf den Rücken, verschränkte die Arme hinter seinem Kopf und starrte in die Dunkelheit.

„Warum hast du mich so gehaßt?“ wollte Harry irgendwann wissen und wünschte sich im selben Augenblick, daß er nicht gefragt hätte. Warum war ihm die Bestätigung von gerade diesem Mann derart wichtig? Merlin, war er so verzweifelt? Die Antwort war ja.

„Deine Anwesenheit macht mich wahnsinnig, Potter. Es ging immer um dich, du warst immer da, und wenn du nicht da warst, gab es Ärger und du warst der Grund.“

Harry reichte diese Begründung nicht wirklich, aber er konnte sie doch verstehen. „Aber gleich von Anfang an, von der ersten Stunde an hast du meine Berühmtheit angesprochen, als ob… Ich weiß nicht, hast du so deine Taten gerechtfertigt, indem du dir gesagt hast, daß die Berühmtheit irgendwie mag?“

„Ich rechtfertige gar nichts,“ bellte Snape. Harry sah enttäuscht weg. Er hatte etwas nettes hören wollen, vielleicht, daß Snape als Voldemorts rechte Hand keine Wahl gehabt hätte als Harry so zu behandeln.

„Rede mit mir,“ verlangte Harry und wußte nicht, ob er wirklich hören wollte, was Snape zu sagen hatte. Hatte er nicht schon genug gesehen in den Erinnerungen des Mannes, hatte er nicht seine Privatsphäre genug verletzt? Wußte er nicht schon zuviel? Schau mich an, hallte es in Harrys Kopf wieder und er schauderte bei dem Gedanken an das ganze Blut, überall, an die letzte verzweifelte Bitte und der Ausdruck der Überraschung, als dieser nachgekommen wurde.

Harry ließ zischend den Atem entweichen und… drehte überrascht seinen Kopf in Richtung Snape. Die tiefe Stimme, meistens eisig und wütend, manchmal sanft und gefährlich, immer tief und hypnotisierend erfüllte den kleinen, grauen Raum und in den nächsten zwei Stunden gab es nichts… nichts außer düsterer Erinnerungen, verlorener Hoffnungen und menschlicher Grausamkeit. Dann wieder Schweigen, zwei Tage lang. Er kommentierte noch nicht einmal das schlechte Essen oder Harrys fehlende Manieren. Das war ganz und gar nicht seine Art.

Harry hatte eigentlich noch nie die Zeit gehabt über irgendjemandes Seelenheil nachzudenken, aber in den letzten Tagen hatte eine Theorie erdacht, denn er hatte viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Er fand, daß es mit den schlimmen Erinnerungen wie mit den Pickeln war. Man konnte sie nicht ruhen lassen und versuchte man einen loszuwerden, konnte man Glück haben und zurück blieb nur eine kleine saubere Wunde, die schnell heilte. Hatte man Pech platzte das Ding nach hinten und entzündete sich. Der Vergleich war nicht perfekt, aber Harry fand ihn trotzdem ganz angebracht.

Harry fand, daß es ihm wirklich besser ging. Doch er sah auch, daß das bei Sn - Severus überhaupt nicht so war. Die Schwestern und Ärzte sahen besorgt aus und ständig hatte er irgendwelche Behandlungen. Die Wunde am Hals war inzwischen verheilt und doch bewegte der Mann sich schwerfällig und müde, so müde. Wie jemand, der seine Funktion nun erfüllt hatte und eigentlich nichts sehnlicher wollte als schlafen... Manchmal betrachtete Harry ihn von der Seite, sah die personifizierte Resignation neben sich und es machte ihm Angst.

Er hatte so sehr das Bedürfnis ihn retten zu wollen und die Tatsache, daß er eigentlich überhaupt nichts für den Mann tun konnte schmerzte Harry auf eine Weise die ihm selbst unheimlich war.

Der Tagesrhythmus war eintönig. Essen (alles war auf seltsame Art grau und Sonntags gab es einen Salat mit Namen Wochenrückblick in welchem man erkennen konnte, was letzte Woche übriggeblieben war) Medikamente (Tränke, immer Tränke. Die Heilkunde der Zauberer ging wohl davon aus, daß Tränke alles heilen konnten und wenn dem nicht so war, konnte man sowieso nichts tun) und Schlafen (lange, schwarze Nächte in denen Harry die Realität nicht von der Wirklichkeit unterscheiden konnte, in denen alle starben außer ihm und er nie wußte, wofür er eigentlich gekämpft hatte).

Alles in allem beruhigte der Rhythmus Harry und er fand, daß die therapeutische Wirkung der Vorhersehbarkeit, der Berechenbarkeit allgemein unterschätzt wurde.

Es waren die Nächte vor denen er sich fürchtete, sie wurden nicht besser, ganz im Gegenteil. Wenn schon die ersten Anzeichen des Abends nahten wurde Harry schlecht, ein paar Mal mußte er sich sogar übergeben, nur weil die Abendbrottabletts weggetragen worden waren.

Jedoch… Als er vorgestern erwachte, war da eine Hand gewesen, auf der seinen und die Berührung war so ungewohnt und angenehm, daß er das Aufwachen so lange hinauszögerte wie er konnte. Er war in seinem Leben nicht oft berührt worden und so schon gar nicht. Hermine war so ziemlich die einzige, die Harry umarmt hatte und jedes Mal hatte er diese Sekunden genossen und wann immer er in seinem kleinen, kalten Zimmer auf dem ausgebeulten Bett lag und an die Wand starrte, hatte er sich diese Berührung vorgestellt und dann wurde ihm irgendwann auch wieder warm.

Gestern war seine eigene Hand auf Severus’ Schulter, die Fingerspitzen berührten fast die asketischen Gesichtszüge und Harry hatte Mühe, die Hand wegzuziehen.

Jeden Morgen der gleiche puckernde Schmerz in seiner Mitte und jeden Morgen die gleiche verdammte Verzögerung.

Und heute. Heute war seine Hand in Severus’ Schritt, Merlin, das Zimmer war so klein, es war nur für eine Person gedacht, einen Kobold vielleicht. Oder ein kleines Kind, doch nicht zwei erwachsene Männer. Und nun lag sie da, seine Hand und Harry konnte sich einfach nicht dazu bringen sie zurückzuziehen. Er war sich ziemlich sicher, daß Severus noch nicht einmal wach war und trotzdem fühlte er, wie sein Körper reagierte.

Das Puckern wurde eindringlicher, und es gelang Harry, ohne sich ruckartig bewegen zu müssen, die andere Hand an sich selbst zu legen und wenigstens… Oh Merlin, wirklich lange würde das hier nicht dauern. Wie konnte Severus noch schlafen?

Simultan und unendlich langsam, so langsam, daß es fast unangenehm war, begann er seine Hand auf und ab zu bewegen, nur über der Baumwollhose, er würde niemals…

Sein Atem ging rasch und stoßweise und plötzlich spürte er, wie Severus’ Hand sich über die seine legte und Harry öffnete die Augen, bettelte ihn wortlos und smaragdgrün an, doch Severus – Snape setzte sich auf und rieb sich die Stirn und atmete tief ein.

So viele Emotionen flackerten in den schwarzen Augen, Entsetzen und Überraschung und auch Erregtheit. Doch dominant war die außergewöhnliche, verblüffende, für Harry vollkommen unerwartete Traurigkeit.

„Geh,“ sagte er langsam und deutete auf das Badezimmer. Und Harry tat sogar, was er sagte, denn ansonsten würde er wohl körperlichen Schaden davontragen, so sehr schmerzte es.

Harry machte leider den Fehler, noch einmal zurückzuschauen, er würde sich von jetzt an merken, daß nie wieder zu tun. Sever – Snape war in sich zusammengefallen und vornüber gebeugt. Aber Harry ging trotzdem ins Badezimmer, denn er wußte nicht, was er sonst tun sollte, und binnen weniger Sekunden war das klebrige Zeug heruntergespült und von seiner Hand gewaschen und nur der scharfe Geruch erinnerte noch an diesen ‚Zwischenfall’. Harry ahnte mit ziemlicher Sicherheit, daß der gleiche Geruch wohl über dem Zimmer hängen würde. Harry sank langsam an der Tür hinunter, er konnte noch nicht wieder zurückgehen. Die Tränen überraschten ihn.

Scheiße.

Irgendwann kam dann der Gryffindorsche Mut zurück und Harry wusch sein Gesicht und ging wieder zurück. Se – Snape war gerade dabei, seine Sachen zu packen und blickte nicht einmal auf, als Harry hereinkam.

„Glauben die, daß du geheilt bist?“ fragte er verwirrt und vergaß für einen Augenblick was geschehen war.

„Wohl kaum,“ antwortete Snape bitter, „es trifft wohl vielmehr zu, daß die Belegschaft dieser Station eine Niederlage eingeräumt hat.“

Harry ließ den Kopf hängen und mußte sich auf seine Pritsche setzen. Selbst St. Mungo’s hatte Snape aufgegeben.

„Hör mir zu,“ verlangte er und Harry gehorchte. Nicht, weil etwas Bedrohliches in der Stimme lag, sondern weil dem nicht so war. Snape räusperte sich. „Was du empfindest, ist Ausdruck deiner selbstzerstörerischen Tendenzen und vielleicht auch deines Helfersyndroms. Du hast fast schon den Zwang andere zu retten... Potter… Harry, du brauchst jemanden, der dich unterstützt und dir wieder hoch hilft, und… was immer du brauchst, ich bin es nicht.“

Harry nickte und schluckte und nickte und schluckte.

„Wenn ich jemals einen Sohn haben werde, wird er deinen Namen tragen.“

Und Snape lächelte. Es war das erste Mal, daß er ihn lächeln sah. Und das letzte Mal, daß er ihn überhaupt sah.

 






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