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Die Zeitreise Kapitel 2
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Kapitel 2 Neues Jahr neue Streitereien

Sie standen eine Weile nur so da. Harry hielt Baby-Voldemort fest an sich gedrückt und sah Snape erwartungsvoll an. Das Feuerwerk war nun verblasst und die Neujahrespartys langsam eingestellt. Keine Menschen waren mehr auf den Straßen zu sehen und nur noch selten brennten in irgendwelchen Häusern Lichter. „Okay…“, meldete Harry sich dann irgendwann zu Wort. Er mochte diese Stille nicht, „Also zu Dumbledore?“ Snape nickte: „Uns bleibt keine andere Wahl, er ist der einzige, an den wir uns wenden können. Eigentlich dürfen wir die Zukunft gar nicht ändern, bis auf die Tatsache, dass wir den dunklen Lord töten sollten. Aber du hast uns natürlich einen Strich durch die Rechnung machen müssen.“ Snape knurrte und ging los. Harry lief ihm nach.
 

„Das ist nicht wahr.“, protestierte er beleidigt. Snape wusste es wirklich, wie man ihn permanent auf 180 hochschrauben konnte. „Ich war ja nicht der einzige, der den Kleinen nicht töten konnte, Sie haben ihn ja auch nicht töten können.“ „Wir hätten einfach ein paar Jahre weiter reisen können und den dunklen Lord getötet, wenn er schon älter ist, anstatt den kleinen Bastard noch mitzunehmen.“ Snape sah ihn wütend an. „Ach ja und wie bitte? Ich habe das Zeitglas nicht verloren.“, konterte Harry Snape sah aus, als wenn er dem Jüngeren gleich die Augen auskratzen wollte. Niemand, absolut niemand hatte an seiner Perfektion zu zweifeln. Er, Severus Snape, begann keine Fehler und hatte an rein gar nichts Schuld. Snape presste die Lippen aufeinander. Er musste jetzt ruhig bleiben und wollte nicht auf Harrys, wie er fand, kindliches Getue eingehen.
 

Leicht fiel es dem Meister der Zaubertränke nicht. Potter brachte ihn oft zu Weißglut. Aber er schien die gleiche Wirkung auf seinen ehemaligen Schüler zu haben. So konnten sie einem Streit einfach nicht entgehen, da keiner zwischen ihn vermitteln und den Streit schlichten konnte. Etwas genervt blies Snape sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Harry war noch immer verärgert über Snapes viel zu großes Ego. Natürlich hatte der Professor auch Schul an der gesamten Situation, aber er hatte doch immer eine Ausrede parat, die Harry alle Schuld in die Schuhe schob. Harry holte einmal tief Luft, um sich wieder zu beruhigen. „Okay und wo genau suchen wir jetzt nach Professor Dumbledore?“, fragte er tatsächlich ruhiger. „In Hogwarts. Soweit ich weiß hat er zu dieser Zeit schon unterrichtet.“, Snape war immer noch kühl, aber es war schon seine „normale“ Umgangsweise, das hieß, auch er hatte sich wieder beruhigt.
 

Snape blieb stehen und sah sich um. Sie waren am Stadtrand angekommen. „Wir können nicht apparieren. Wir würden zersplintern, weil wir gar kein Bild von der heutigen Zeit haben und nicht wissen, in wie fern Hogsmeade geschützt ist.“, überlegte Snape laut. „Wir könnten nach London in die Winkelgasse.“, hatte Harry einen neuen Einfall, „Ich bin sicher, dass wir da flohen können oder so.“ Snape seufzte und nickte. Er gab es nicht gern zu, aber Harry hatte nun schon zum zweiten Mal einen akzeptablen Einfall. „Also nach London.“ Sie sahen sich um. „Hier ist einem Bahnhof.“, Harry deutete auf das große Gebäude, über dem große Schriftzeichen das Wort „Bahnhof“ zeigten. „Ich denke nicht, dass heute Abend noch Züge fahren werden, wir sollten uns einen Unterschlupf suchen.“ Snape brummte. Es missfiel ihm merklich, dass er auf der Straße übernachten musste. Auch über die Höhle in ihrer Zeit war er sehr unglücklich und dadurch noch unfreundlicher zu all seinen Mitmenschen.
 

Als sie sich im geschützten Wald ein Zelt gezaubert hatten und zusammen reinschlüpften (Harry hatte sich geweigert, ein eigenes Zelt zu nehmen, ohne zuzugeben, dass er Angst alleine hatte), wurde Tom wach und fing laut an zu schreien. „Verdammt, Potter, stell das Ding ab.“, knurrte Snape genervt, der schon in seinen Schlafsack geschlüpft war. „Er ist kein Ding.“, verteidigte Harry das Baby, „Er ist ein Baby und hat Hunger.“ Mit einem Schwung seines Zauberstabs hatte Harry eine Babyflasche hergezaubert. Er prüfte die Milchtemperatur und hielt dem Baby Tom den Nuckel an den Mund. Dieser nahm ihn in Mund und saugte gierig dran. Harry hoffte, dass das alles richtig so war, denn er kannte nur aus Büchern und Erzählungen, wie man mit Babys umging. Doch Tom schien zufrieden und als er satt war, sah er sich mit seinen dunklen Augen neugierig um.
 

„Na, du süßer Fratz.“, sagte Harry mit hoher Babystimme und er kitzelte Tom leicht am Bauch. Der sah ihn verwundert an und seine Äuglein fielen langsam schon wieder zu. „Er schläft.“, teilte Harry Snape dann mit. „Oh sehr gut.“, brummte der sarkastisch, „Dann kann ich ja jetzt auch endlich schlafen.“, fügte er wütend knurrend hinzu und legte sich auf die Seite. Harry seufzte und legte sich auch hin. Tom legte er neben sich in den Schlafsack. Er musste gerade eingenickt sein, wie es ihm vorkam, als das Baby schon wieder schrie. Gemischt wurde das Schreien mit Snapes noch leicht verschlafenem Wutausbruch über den „kleinen Bastard“ und das Harry ihn doch endlich abstellen sollte. Harry war zu müde, um sich wieder auf einen Streit mit seinen Professor einzulassen und gab dem Kleinen wieder eine neu gezauberte Flasche. Als der fertig war, machte er auch gleich ein Bäuerchen und spuckte die Hälfte der Milch auf sich und Harry. Harry setzte den Kleinen schnell auf, dass er nicht an seiner eigenen Sabber erstickte und wischte sie beide mit einem Tuch sauber.
 

Snape neben ihm schien schon wieder eingeschlafen. Er scherte sich offensichtlich nicht darum, dass Harry so viel mit dem Baby zu tun hatte und er keinen Finger krümmte. Für den Rest der Nacht war Harry schnell wach oder gar nicht erst eingeschlafen, wenn Tom anfing zu schreien. So konnte er ihm schnell die Flasche geben, ohne dass der Professor wach wurde. Wäre auch ziemlich schlimm gewesen. Snape war ja schon ausgeschlafen unerträglich. Doch ein unausgeschlafener, von Babyschreien schlecht gelaunter, dauermuffeliger Snape war sicher schlimmer als die Hölle. Harry seufzte. Er konnte sich wirklich etwas Besseres vorstellen, als mit seinem verhassten Professor in einer Zeit festzustecken, die sich lange vor seiner Geburt, ja sogar vor Snapes Geburt abspielte. Sein einziger Anschluss war Snape. Der Mann, der ihn nie leiden und den er nie leiden konnte. Sie hatten nicht einmal in ihren bisherigen Begegnungen auch nur ein nettes Wort miteinander ausgetauscht. Mit Snape hielt Harry es keine fünf Minuten ohne Streit aus. Snape, der etwas mit seinem Vater hatte. Harry stutzte über den plötzlichen Gedankensprung.
 

Snape war mit seinem Vater zusammen gewesen. Jetzt, auch noch zwei Monate, nachdem Harry davon erfahren hatte, konnte er es einfach nicht fassen. Er dachte in den letzten acht Wochen sehr oft darüber nach, doch dadurch schien ihm das alles nur noch unwirklicher. Harry sah zu dem noch schlafenden Mann. Die Sonne war längst wieder aufgegangen. Es musste jetzt etwa Mittagszeit sein. In der Nähe ihres Zeltes war vermutlich ein Waldweg. Ab und zu konnte der Jüngere Hufgetrappel und Kutschen hören, die über Schotter und Stein fuhren. Der Professor aber hatte scheinbar einen ziemlich tiefen Schlaf. Er ließ sich nicht stören und drehte sich nur ab und zu mal in seinem Schlafsack um oder brummte was im Schlaf.
 

Als Harry den Älteren am Vortag auf James angesprochen hatte, hätte er gern in dessen Augen gesehen. Leider war es dafür zu dunkel gewesen und Harry hatte keine großartigen Emotionen erkennen können. Snape Tonfall hatte auf die Ansprache hin verärgert geklungen, vermutlich, weil Harry überhaupt davon erfahren hatte. Nachdem Snape dem Jüngeren dann sagte, dass er nicht weiter drüber reden wollte, schien der Mann hinterher wieder auf seine eigene Art „normal“. Als wenn Harry ihn nie auf James angesprochen hätte und auch nichts davon wusste. Der Gryffindor aber hätte gern gewusst, was alles in dem Mann vorgegangen war. Der Mann war ihm einfach ein Rätsel. Er, Harry, hätte wahrscheinlich ganz anders reagiert, wenn man ihn auf seine frühere Affäre aufmerksam gemacht hätte, die gestorben war. Harry seufzte. Er sollte sich gar nicht so viele Gedanken über den Meister der Zaubertränke machen. Eigentlich ging es ihn ja nichts an, auch wenn es hier in gewisser Weise auch um seinen Vater ging. Trotzdem ließen ihn seine Gedanken einfach nicht los und hatten ihm schon einige schlaflose Nächte beschert.
 

Harry sah wieder zu Tom. Das Baby machte im Schlaf Saugbewegungen mit dem Mund, obwohl er nichts im Mund hatte. Er fragte sich nun doch, ob es richtig war, den Kleinen mitzunehmen. Er wusste gar nicht, was nun auf ihn zukam. Natürlich, Tom war nur ein Baby und wenn Harry sich den Kleinen so ansah, konnte er sich nicht vorstellen, dass dieser mal ein verrückter Massenmörder wurde. Aber Snape hatte gesagt, dass das Baby schon von Geburt an sehr starke Magie in sich trug, die sich kein Zauberer zu träumen wagte. Harry glaubte sich da zu erinnern, dass er mal in Verteidigung gegen die dunklen Künste mitbekommen hatte, dass nur jeder sechstausendste Zauberer solch eine Macht von Geburt an bekam. Vermutet wurde, dass Tom Riddle und auch Albus Dumbledore mit dieser starken Magie geboren worden sind, doch Dumbledore gab nicht allzu viele Auskünfte darüber.
 

Harry konnte sich nicht mal richtig vorstellen, was das für eine Macht war. Was sollte das Baby schon machen. Einfach die Augen öffnen und ihn mit seinen süßen, kleinen, dunklen Babyäuglein zu Tode gucken? Der Grünäugige konnte sich wirklich nichts drunter vorstellen, da sie das Thema auch nie richtig durchgenommen hatten. Oder er hatte einfach nicht aufgepasst, das war auch eine Möglichkeit. Hermine wusste sicher über diese Magie bescheid, aber die saß jetzt siebzig Jahre in der Zukunft in einer Höhle, eine der wenigen Muggelabstammenden, die sich retten konnte. Harry wollte gar nicht erst wissen, was Voldemort mit all den anderen Zauberern aus Muggelfamilien getan hatte. Er wusste nur, dass nur noch reinblütige Zauberer an der Schule waren. Selbst Schüler, die vor sechs Generationen Muggelblut hatten, wurden weggeschickt. Aber die konnten sich wohl glücklich schätzen. Harry hätte nicht mehr in Hogwarts bleiben wollen.
 

Harry seufzte und dachte wieder an die Magie, die Voldemort in sich tragen sollte. Wenn Dumbledore mit besagter Magie auf der guten Seite stand, konnte auch Voldemort mit seinen Kräften ein guter Mensch werden. Auch wenn es unvorstellbar war, in einem Satz auch nur„Voldemort“ mit „guter Mensch“ zusammen zu erwähnen. Aber Harry glaubte dennoch daran, dass aus dem Baby ein guter Mensch werden konnte. Der Kleine war so lieb und meist wurden ja auch nur die Menschen zu Mördern und Wahnsinnigen, die eine schlechte Vergangenheit hatten. Harry war sicher, er schaffte es, sich um das Baby zu kümmern. Er war sich da sicher. Töten konnte er den Kleinen auf keinen Fall. Das hatte ja nicht einmal Snape geschafft… Gerade in diesem Moment schlug der Kleine verschlafen die Augen auf. Etwas orientierungslos sah er sich um und dann begann er auch schon wieder aus vollem Halse zu schreien.
 

~~~
 

„Verdammt, Potter. Du machst mich wahnsinnig.“ Snape, natürlich hatte er wieder schlechte Laune. Wie denn auch nicht, wenn das Baby ihn gegen Mittag aus seinen Schönheitsschlaf gebracht hatte. Verärgert stapfte Harry hinter Snape her. Sie hatten sich mit dem Baby auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Harry hatte dem Kleinen eine Windel und frische Kleider gezaubert. Zum Glück klappte der Zauber, obwohl es zu dieser Zeit noch keine richtigen Pampers’ gab. Harry hatte sich außerdem mit Snapes erwachen vorgenommen, dass er sich nicht wieder so schnell über den Älteren aufregte oder sich von ihm ärgern ließ. Allerdings fiel es ihm schwieriger, als er gehofft hatte. Momentan regte Snape sich über ihn auf, da sie gerade herausgefunden hatten, dass der Zug nach London in einer viertel Stunde abfuhr. Harry hatte aber eingewendet, dass sie gar kein Geld für die Fahrkarten hatten.
 

„Ich kann doch gar nichts dafür.“, knurrte Harry seinen Professor an und wiegte Tom sanft in seinen Armen. Der war aufgewacht, da eine Lokomotive laut gepfiffen hatte und nun weinte er wieder vor Schreck. „Shh, ist ja gut mein Kleiner, dass war nur ein dummer Zug.“, redete der Gryffindor mit liebevoller Stimme zu dem Jungen. „Red nicht so vertraut mit dem Bastard.“, knurrte Snape, „Er ist der Dunkle Lord und wir sollten ihn so schnell wie möglich los werden.“ „Nein.“, maulte Harry zum wiederholten Male, „Er ist ein Baby und nicht der dunkle Lord.“ „Er wird der dunkle Lord und wenn wir ihn nicht töten, wird er deine Eltern töten.“ Autsch…das hatte gesessen.
 

Harry blieb abrupt stehen und starrte eine Weile das Baby an. Er wusste nicht wieso, aber aus der Sicht hatte er es noch nicht gesehen. Dieses kleine Wesen sollte eines Tages…seine Eltern töten? Natürlich, es war wie Snape sagte, wenn sie nichts unternahmen, dann tat es der Junge irgendwann. Aber Harry bezweifelte trotzdem noch, dass dies geschah, wenn er sich um den Kleinen kümmerte. Er sah zu Snape und wollte gerade was sagen, als er zum zweiten Mal stutzte. Snape war auch stehen geblieben, er sah ihn aber nicht mehr direkt an. Er wirkte nicht mehr ganz so kühl und abweisen, aber dafür lag jetzt etwas Verletztes in seinem Blick. War es der Grund, wieso Snape mitgekommen war, um Harry zu helfen? Wollte er Voldemort beseitigen und seinen Geliebten rächen? Außerdem, wenn Voldemort tot war, waren Lily, James und all die anderen Opfer alle wieder am Leben.
 

Harry machte wieder einen Gedankensprung. Ihm wurde jetzt nach zwei Monaten, wo er von der früheren Affäre wusste, bewusst, dass Snape scheinbar schwul war. Und sein Vater auch. Der Gryffindor wurde rot. Er wusste nicht wieso, aber dieser Gedanke schoss ihm auf einmal durch den Kopf. Sein Kopf war so voll von anderen Gedanken gewesen, dass er sich gar nicht richtig Gedanken drüber gemacht hatte, dass die beiden Männer waren. Harry räusperte sich leise. Er musste zugeben, er hatte vor etwa einem Jahr selber festgestellt, dass er selbst auch schwul war. Da war dieser unglaublich attraktive Ravenclaw gewesen, der ihn geküsst hatte. Zu mehr kam es aber nicht, schüchtern, wie Harry gewesen war, hatte es bei Harry klick gemacht, als die Hand des anderen in seinem Schritt lag. Er hatte den Ravenclaw von sich weggeschubst und war aus dem Raum gerannt. Mehr Erfahrungen hatte er noch nicht mit Männern gemacht.
 

Doch es hatte ihm gezeigt, dass er auf Männer stand und eigentlich hatte er auch gerne noch mal mit dem Ravenclaw geredet, doch der hatte sein Abschlussjahr gehabt und Harry wusste nicht einmal seinen Namen. Nur Sirius hatte er dann von seiner Homosexualität erzählt. Der Mann, der selbst eine Affäre mit dem Werwolf Remus Lupin hatte. Doch eine Woche später war sein geliebter Pate auch schon tot gewesen. War Homosexualität vererblich? Dann wusste Harry jetzt, woher er das hatte. „Potter…“, kam eine scharfe Stimme, die ganz weit weg schien. Harry zuckte erschrocken zusammen und sah dann wieder zu Snape hoch. Er drückte Tom an sich, der sich langsam beruhigt hatte und sich dann aufmerksam umsah. „Ja, das hat er…“, flüsterte Harry, „Aber noch ist er ein Baby. Ein unschuldiges Baby das eine schöne Zukunft haben kann, wenn man ihm die Möglichkeit gibt. So können wir auch die Zukunft ändern. Wir müssen ihn nicht töten.“ Er sprach nur leise, doch Snape verstand ihn. Der schnaubte nur.
 

„Potter, wenn du die Zukunft ändern willst, indem du den Balg großziehen möchtest, wirst du in dieser Zeit bleiben müssen. Ich habe keine Lust hier zu bleiben und schon gar keine Lust, dir bei dem Satansbraten zu helfen.“, knurrte der Professor und funkelte den Jüngeren mit seinen schwarzen Augen an. „Ich weiß gar nicht, wieso ich Dumbledore überhaupt versprochen habe, zu helfen.“, fuhr er fort, als von Harry keine weitere Reaktion außer Ignoranz und Schmollen kam, „Es war immerhin klar, dass das alles in einem Desaster enden wird.“ Harry verdrehte nur die Augen und zog es weiterhin vor zu schweigen. Snape war ihm wirklich viel lieber, wenn der Mann schlief.
 

Wenn der Ältere schlief, war er wenigstens ruhig. Harry war erstaunt gewesen, als er heute Morgen seinen Professor beim Schlafen beobachtet hatte. Seine Gesichtszüge waren sehr entspannt und sein Mund stand leicht offen, ohne, dass irgendwas Gemeines oder allgemeine Wutanfälle zu hören waren. So sah der Mann gar nicht mal schlecht aus. Für sein Alter war er noch sehr attraktiv. Aber wenn er wach war und schlechte Laune hatte, welche er dann meistens hatte, bemerkte man nicht viel davon. Snape stapfte nun wütend zurück zum Schalter. Seine Robe, die er wie immer trug, wehte typisch für ihn, obwohl es windstill war. Harry fragte sich, wie er das immer tat, während er seinem Professor nachging. Sie mussten schon ein komisches Bild abgeben, denn einige Reisende drehten sich zu ihnen um. Natürlich. Zwei Männer, die sich in der Öffentlichkeit stritten, der eine trug ein Baby und beide hatten eine für diese Zeit seltsame Erscheinung von den Kleidern her. Aber Snapes Roben waren ja auch in ihrer Zeit schon merkwürdig.
 

Snape trat nun an den Schalter und zog seinen Zauberstab, den er mit seinen Umhang vor neugierigen Blicken schützte. Er murmelte einen Spruch und der Mann am Schalter verdrehte kurz die Augen, bevor sich sein Blick wieder klärte und er leicht monoton sprach: „Hier sind Ihre Fahrkarten, Sirs.“, er reichte die beiden Tickets Snape, der sie ihm aus der Hand riss und weiter zum Bahnsteig ging. „War das ein Imperio-Zauber?“, fragte er seinen Professor aus einer Mischung von Erstaunen, Bewunderung und Empörung. „Anders hätten wir die Karten nicht bekommen, wir haben immerhin kein Geld.“, knurrte Snape nur genervt und stieg in einen der Wagons. Harry stieg ihm nach. Gerade in dem Moment pfiff ein Schaffner und schlug alle Türen zu. Innen wie außen erinnerte die Lokomotive vom Aussehen her an den Hogwarts Express. Sie suchten sich ein leeres Wagon und setzten sich. Der Zug fuhr ab, auf den Weg nach Kings Cross. Die Fahrt sollte etwa vier Stunden lang dauern.
 






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