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Die Zeitreise Kapitel 5
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Kapitel 5 – Die Klassenkameraden

Harry starrte nachdenklich an die Decke seines Zimmers. Es dämmerte bereits und er lag auf dem breiten Himmelbett. Tom hatte er auf seine Brust gelegt. Das Baby lag auf dem Bauch, das Köpfchen hatte er leicht zur Seite gelegt und er machte wieder seine niedlichen Saugbewegungen mit dem Mund. Harry ließ den Tag in seinem Kopf noch mal Revue passieren. Es begann alles mitten in der Nacht. Zum Neujahresbeginn war er mit Snape in diese Zeit gereist. Sie hatten vorgehabt Tom Riddle alias Lord Voldemort zu töten. Danach wollten sie sofort wieder in ihre Zeit kehren. Doch die erste Hürde war, dass es keiner der beiden übers Herz gebracht hatte, ein kleines Baby umzubringen. Sie hatten beschlossen, dass sie Riddle töten wollten, wenn er schon etwas älter war und wollten zu ein paar Jahre in die Zukunft reisen. Allerdings hatte Snape das Stundenglas da nicht mehr gehabt.
 

Dumbledore hatte ihnen erklärt, dass dies auch daran liegen konnte, dass es zu dieser Zeit noch keine Zeitreisemittel hab. Das hatte den Reisenden nicht viel Mut gemacht. Am allerwenigstens war Snape drüber erfreut gewesen. Harry wusste nicht wieso, aber er hatte sich schon einiger Maßen damit abgefunden, dass sie in dieser Zeit feststeckten. Er hatte absolut keine Ahnung, was alles auf sie zukam und vielleicht wollte er es auch gar nicht wissen, doch seit er hier war, plagten ihn nun schon seit fast zwanzig Stunden keine Gedanken mehr, die ihn sonst immer plagten. In den unzähligen letzten Jahren hatte ihn immer die schwere Last erdrückt, dass er einen mächtigen, wahnsinnigen Massenmörder vernichten musste und dass die Zaubererwelt auf ihn zählte.
 

Außerdem war diese Welt hier friedlich. In der Zeit, in der Harry lebte, musste man seit über drei Monaten auf jeden Schritt achten, den man machte. Es war wirklich sehr gefährlich, denn Voldemort suchte jeden Flüchtling auf. Er ließ nicht zu, dass auch nur einer nicht unter seiner Macht stand und sich vor ihm versteckte. Hier war er außer Gefahr. Harry sah leicht zu dem Baby runter, von dem er nur den mit schwarzem Flaum bedeckten Kopf sehen konnte. Das Baby hatte seine Händchen neben seinem Kopf abgelegt und sie zu Fäustchen geballt. Er war unglaublich niedlich. Harry konnte sich nicht vorstellen, dass so ein unschuldiges Wesen später zu so einem verrückten Mörder wurde. Das war so…irreal. Harry konnte das Baby einfach nicht mit Voldemort in Verbindung bringen, doch es war so. Tom Riddle…dieses Baby…war Lord Voldemort.
 

Harry strich dem Baby durch die Haare und seufzte leicht. Umso entschlossener war er, sich um Tom zu kümmern und ihn nun groß zu ziehen. Er wusste noch nicht, wie es erst einmal weiter gehen sollte, wenn er die Möglichkeit hatte, in seine Zeit zurückzukehren. Musste er Tom dann hier lassen oder womöglich selbst bleiben? Aber noch wollte Harry sich keine größeren Gedanken drum machen, denn es schien nicht in Aussicht, dass er bald zurück in seine Zeit kam. Harry seufzte noch Mal. Morgen hatte er auch schon seinen ersten Schultag. Der Direktor Dippet hatte ihm die Wahl gelassen, erst nächste Woche anzufangen, doch Harry hatte eingewilligt schon gleich am nächsten Tag, wo dann auch die Ferien vorbei waren, am Unterricht teilzunehmen. Auch Snape hatte zugestimmt, dass er gleich am nächsten Tag mit seinem Unterricht beginnen wollte.
 

Als sie dann ihre Stundenpläne erhalten hatten, mussten beide feststellen, dass Harry gleich am ersten Tag bei Snape hatte. Harry wusste nicht, ob er das jetzt positiv oder negativ fand. Natürlich war Snape zu dieser Zeit seine einzige Vertrauensperson, allerdings wollte er sich bei Problemen auch nicht so unbedingt an diesen Mann wenden. Er war schon gespannt, wie seine Mitschüler wohl waren und ob er mit ihnen klar kam. Es war schon eine ziemliche Überraschung gewesen, dass der Hut ihn nach Slytherin steckte, doch als Harry damals eingeschult worden war, war der Hut sich auch nicht sicher gewesen. Wieso er jetzt jedoch klar wusste, dass Harry nach Slytherin kam, konnte Harry sich nicht erklären. Vielleicht hatte er sich ja einfach innerhalb von fünf Jahren mehr in einen Slytherin entwickelt, auch wenn er sich das nicht vorstellen konnte.
 

Was Harry sich aber vorgenommen hatte, nachdem Dumbledore ihm sein Zimmer gezeigt hatte, in dem er nun mit Tom lebte, war, dass er mehr über diese besondere Macht herausfinden wollte. Die, die das Baby angeblich besitzen sollte. Scheinbar schien diese Macht auch gar nicht unbekannt, denn Dumbledore wusste auch von ihr bescheid. Es hieß immerhin auch, dass auch der Professor diese Magie in sich tragen sollte. Der jetzige Slytherin seufzte noch mal. Er stand auf, weil er Tom in sein Bettchen legen wollte. Er legte das Baby nun zum ersten Mal seit dessen Geburt richtig ab. Das schien Tom auch nicht zu gefallen. Er war sofort wach und begann zu weinen. „Oh je…“, Harry nahm ihn schnell wieder auf seinen Arm und wiegte Tom sanft. Der schlief dann auch recht schnell wieder ein. Harry wagte es nicht, ihn noch einmal ins Bettchen zu legen. Er legte sich also zusammen mit dem Baby in das Bett und irgendwann schlief auch er ein.
 

~~~
 

„Buwähähäh…“ Harry öffnete verschlafen die Augen. Es war dunkel im Zimmer. Einzig die letzte Glut im Kamin spendete noch Licht. Er gähnte und setzte sich auf. Sanft legte er seine Arme um das schreiende Baby, damit das nicht wegrutschte. Harry glitt aus dem Bett und tapste mit nackten Füßen und im Dunkeln tapste Harry durch den Raum zu dem kleinen Schrank, von dem Harry wusste, dass er dort ein paar Flaschen Babymilch hingestellt hatte. Zuerst fand er auf dem Schrank seinen Zauberstab, womit er die Kerzen im Raum anzündete. Nun konnte er wenigstens etwas sehen. Nur seine Brille fehlte noch, aber die wollte er jetzt nicht extra suchen. Er nahm eine der Flaschen und testete vorsichtshalber die Wärme der Milch. Es konnte ja immer sein, dass seine Warmhaltezauber vielleicht doch nachließen. Harry gähnte müde, das Geschrei von Tom klingelte leicht in seinen Ohren.
 

Harry hielt dem Baby die Flasche an den Mund. Er hatte nicht besonders gut geschlafen und wieder von Voldemort geträumt. Von seinen Begegnungen, Sirius’ Tod und über weitere grausame Sachen, die der Mann getan hatte. Zum Glück hatte ihn Tom aus dem Traum geweckt. Harry sah auf die Uhr und seufzte. Der Junge hatte wirklich einen unerträglichen Rhythmus. Eigentlich hatte er alle zwei Stunden geschrieen und jetzt war nur eine Stunde seit dem letzten Mal vergangen. Wenn das so weiter ging, fand Harry gar nicht mehr zum Schlaf. Das bevorzugte er sowieso, wenn er keine Alpträume mehr hatte, aber ohne Schlaf ging es natürlich auch nicht. Tom war fertig mit Trinken. Er steckte sich sein Fäustchen sabbernd in Mund und als Harry ihn über die Schulter warf, sah er sich neugierig im Zimmer um.
 

Als er sein Bäuerchen gemacht hatte, schlief er langsam wieder ein. Harry hatte Kopfschmerzen. Er legte den Kleinen in seine Arme zurück und lehnte sich im Sessel zurück. Er war nicht einmal fähig, sich noch bis zum Bett zu bewegen, so müde fühlte er sich. Er fiel in einen Dämmerschlaf, aus dem er immer wieder aufschreckte. Als er gerade richtig schlafen konnte, wollte Tom schon wieder seine Milch. Als er fertig war, schmiegte sich das Baby fest an ihn und schlummerte wieder friedlich. Er sah so niedlich und zufrieden aus, dass es auch auf Harry überging. Der seufzte zufrieden und schloss die Augen. Als er einschlief, schlief er gleich fiel ruhiger und hatte auch keine Alpträume mehr.
 

Natürlich konnte er nicht mehr lange schlafen, denn bald klingelte sein Wecker an seiner Armbanduhr und kündigte an, dass es halb sieben war. Harry seufzte verschlafen und schaltete den Wecker aus. Er schlummerte fast wieder ein, bis er Tom neben sich schmatzen hörte, da fiel ihm ein, dass er ja zum Unterricht musste. Müde setzte er sich auf und streckte sich. Tom, der auf seinem Kopfkissen lag schlummerte noch und schmatzte mit den Fingern im Mund. Also ging Harry in das angrenzende, altmodische Bad und duschte erstmal. Dann zog er sich seine Schuluniform an, die Professor Dippet ihm gegeben hatte. Er hatte die Erlaubnis bekommen, dass er Tom mit in den Unterricht nehmen durfte, solange er mit ihm raus ging, wenn dieser mal weinte. Also schnallte er sich wieder die Babytragetasche um und nachdem er Tom gewickelt hatte, legte er das Baby darein. Tom schlief tief und fest weiter.
 

Neben Schreibsachen packte er in seine Tasche auch Wechselwindeln und zwei Fläschchen. Er überprüfte noch mal, ob er auch wirklich alles hatte und ging dann los. Er hatte jetzt Verwandlungen bei Professor Dumbledore. Langsam ging er den langen Korridor lang. Harry war doch etwas nervös, wie er mit seinen Kameraden klar kommt und ob sie ihn mit dem Kind akzeptierten. Er war auch gespannt, wie der Unterricht bei Dumbledore wurde. Im Prinzip hatte er schon Privatunterricht bei Dumbledore gehabt. Es war noch gar nicht so lange her, wo er ihn über Voldemorts Vergangenheit aufgeklärt hatte und ihm half, sich auf den Endkampf vorzubereiten. Einen Kampf hatte es dann aber nicht mehr gegeben, doch Harry war auch nicht fröhlich drüber, dass Voldemort kampflos an die Macht gekommen war.
 

Harry hörte Stimmen und schreckte aus seinen Gedanken. Er sah auf. Von weitem sah er schon einige Schüler, die vor dem Klassenzimmer auf ihren Lehrer warteten. Sie redeten alle ruhig und geduldig miteinander und der Geräuschpegel war nicht halb so unangenehm laut, wie zu seiner Zeit. Dort schienen die Schüleransammlungen um die Wette zu schreien, wenn der Lehrer noch nicht da war. Als Harry nun näher trat, verstummten die Gespräche der Schüler. Sie sahen den Neuankömmling neugierig und verwundert an. Harry wurde nervös und unsicher bei den Blicken, die die Gryffindors und Slytherins ihm zuwarfen. Harry drückte das Baby etwas fester an sich, was ebenfalls interessiert gemustert wurde. „Hallo.“, sagte er dann etwas leise, „Ich ähm…bin Harry…ich bin nach England gezogen und jetzt in Gr- Slytherin.“ Harry brauchte wohl noch ein wenig Zeit, bis er richtig verstanden hatte, dass er nun in Slytherin war. Er hoffte einfach mal, dass er sich auch in Slytherin einleben konnte.
 

Harry sah die Schüler wieder unsicher an, die immer noch schwiegen und ihn mit dem Baby lieber nur anstarrten. Dann aber löste sich ein Slytherin aus der Menge und streckte ihm freundlich lächelnd die Hand entgegen. Das entspannte Harry schon einmal ungemein und er konnte sich nun auf etwas anderes als die starrenden Blicke konzentrieren. „Hallo Harry.“, sagte der junge Mann in seinem Alter und Harry schüttelte die ihm entgegen gestreckte Hand, „Ich bin Jason Malfoy. Ich bin der Vertrauensschüler aus unserer Klasse. Herzlich Willkommen.“ Harry sah den Größeren überrascht an. Natürlich war zu erwarten, dass hier auch Vorfahren von bekannten Menschen aus Harrys Zeit zur Schule gingen. Allerdings entsprach dieser Malfoy nicht Harrys Erwartungen. Er war zwar groß und hatte diese typischen eisblauen Augen, doch was nicht ins Bild passte war, dass er schwarze Haare hatte.
 

Harry fasste sich schnell wieder. „Hallo, Jason. Vielen Dank.“ Jason lächelte leicht und sah nun neugierig das Baby an. Dann sagte er aber: „Na komm, ich stelle dir die anderen vor.“ Jason ging in Richtung einer Gruppe Slytherins, die schon neugierig zu ihnen rüber gesehen hatten und die intensive Blicke, die sie Harry nun wieder zuwarfen, machten den Zeitreisenden erneut nervös. Trotzdem folgte er Jason. „Hallo.“, sagte der Grünäugige noch mal leise, als die anderen vor ihm standen. „Hallo.“, ertönte es im Chor und Harry sah nun doch auf. Die meisten lächelten ihm sogar aufmunternd zu, was ihn doch sehr überraschte. Er hatte nie das Bild davon gehabt, dass Slytherins ihn freundlich anlächelten. Daher war er etwas verwirrt. Doch er war hier immerhin nun selber in Slytherin und in den Häusern unter sich herrschte immer eine gute Gemeinschaft. Außerdem zählten die Vorurteile gegen die Slytherins nicht unbedingt zu denen aus dieser Zeit. Hier gab es noch keinen bösen Schwarzmagier, den sie sich anschließen konnten. Natürlich konnten sie trotzdem auf die dunkle Seite wechseln, doch Harry hatte noch nicht den Eindruck.
 

„Jungs, wie ihr ja gehört habt, das ist Harry…ähm, wie heißt du weiter?“, Jason sah Harry fragend an. „Wa- oh ähm…“ Harry musste schnell überlegen, er wollte erst Potter sagen, doch da fiel ihm ein, dass sein Nachname ja geändert wurde. Allerdings kam er nicht mehr sofort drauf. Als er runter zu Tom sah, fiel es ihm ein. „Hastings…Harry Hastings.“ „Ah okay.“, Jason und die anderen schien trotz der Zögerung von Harry zufrieden. „Gut, also, das da ist Theodor Jones. Ich denke, du wirst mit ihm und mir in ein Zimmer kommen, da wir noch ein Bett dort frei haben.“ "Oh ich hab mein eigenes Zimmer, wegen dem Kleinen." Harry nickte Theodor zu. Der war nicht besonders groß, vielleicht so groß wie Harry, also um die 1,70 Meter. Er hatte dunkelbraune, kurz geschnittene Haare und nicht besonders schöne, braune Augen. Er war kein Schönling und seine Brille wirkte aus Harrys Sicht ziemlich mittelalterlich, obwohl solche Brillen zu dieser Zeit vermutlich normal waren. Trotzdem wirkte er freundlich und Harry konnte sich vorstellen, dass man mit ihm schnell Freundschaft schließen konnte.
 

Jason ging nun zu dem einzigen Mädchen der kleinen Gruppe, die der Vertrauensschüler Harry vorstellte. Er legte einen Arm um ihre Hüfte. „Das ist meine Verlobte Emily Eltringham. Sie ist auch in unserer Klasse.“, stellte er stolz vor. Harry lächelte der jungen Frau zu und schüttelte auch ihre Hand. Wenn sie ein Kind von Jason bekam und vielleicht Draco Malfoys Groß- oder eher Urgroßmutter war, dann traf sie schon eher Harrys Vorstellungen eines Malfoys. Emily hatte für einen Malfoy typisch hellblondes Haar. Ihre blauen Augen waren dunkel und sie sah Harry freundlich an. Jason ging nun auch zu dem letzten Jungen in der Runde. Harry fiel sofort das Gryffindorwappen an dessen Brust an. „Das ist unser guter Freund Richard Peters. Er ist ein Gryffindor. Der erste in seiner Familie. Die meisten von seinen Verwandten sind in Slytherin und Ravenclaw gewesen. Aber das soll niemanden stören. Er ist auch Vertrauensschüler und ich wette, bald auch Schulsprecher.“
 

„Ach was. Erzähl ihm doch nicht so was.“, Richard streckte Harry seine Hand entgegen. Harry sah den brünetten jungen Mann etwas überrascht und auch leicht verwirrt an. Er war etwas größer als Harry und hatte dunkelgrüne Augen. Auch er lächelte, als Harry ihn ansah. Harry erkannte eine starke Ähnlichkeit zwischen diesem Richard und dem Ravenclaw aus seiner Zeit, mit dem er sich im Raum der Wünsche geküsst hatte. Sie sahen sich lange tief in die Augen. Richard sah Harry irgendwann fragend an. „Oh ähm…“, Harry wurde rot, „Du kommst mir bekannt vor, ich dachte, ich kenne dich irgendwoher…aber da muss ich mich geirrt haben. Es sei denn, du warst schon mal in Armerika.“ „Oh, nein, da war ich noch nicht. Vielleicht gibt es ja jemanden, der so ähnlich aussieht als ich.“, Richard lächelte ihn wieder an. Er sah unglaublich süß aus. Harry versuchte, nicht dran zu denken.
 

„Du kommst also aus Amerika?“, fragte Emily Harry freundlich. „Ja, ich bin ausgewandert. Zufällig wollte ein Lehrer aus Amerika auch hier her ziehen und wir sind zusammen gekommen und jetzt beide auf Hogwarts.“ „Ah, du meinst unseren neuen Zaubertranklehrer?“, fragte Theodor, scheinbar hatten die Schüler schon erfahren, dass sie einen neuen Lehrer bekamen. Harry nickte. „Ja, richtig.“ Jason sah Harry wieder neugierig an. Die anderen trauten sich scheinbar nicht die Frage zu stellen, die ihnen auf merklich auf der Zunge lag, doch er fragte offen: „Wer ist der Kleine?“ Er nickte zu dem schlafenden Baby in Harrys Babytragetasche, die er sich um die Brust geschnallt hatte. „Oh, das ist Tom…mein Sohn.“, sagte Harry und wurde nun doch wieder leicht rot.
 

Es war schon komisch, so etwas zu sagen. Er musste seltsamer Weise daran denken, dass er ja noch nicht mal Geschlechtsverkehr hatte. Bei diesem Gedanken erschien wieder das Bild vor ihm, wie er mit dem Ravenclaw auf den Kissen lag und sie sich küssten. Harry sah wieder zu Richard, der leicht überrascht wirkte, dass Harry der Vater des Babys sein sollte. „Oh, wieso hast du ihn mitgebracht?“, fragte Emily und streichelte Tom über die flauschigen, schwarzen Haare. „Seine Mutter ist bei der Geburt gestorben. Da habe ich entschieden, mich um den Kleinen zu kümmern.“, erklärte Harry. „Er ist noch gar nicht so alt, oder?“, fragte Richard, der sich scheinbar auskannte.
 

„Nein, er ist eine Woche alt.“, log Harry. In dem Moment fragte er sich plötzlich, ob es schon gut war, das Kleine, gerade Mal ein Tag alte Baby mit in den Unterricht zu nehmen oder ob das nicht zu stressig war. Aber Tom wirkte nicht so und Dumbledore hatte auch gesagt, dass das okay war. Harry erzählte weiter seine Lüge: „Also die Mutter ist hier in England gestorben.“ „Das tut mir wirklich Leid für dich.“, Emily sah ihn mitleidig an, „Dass du deine Geliebte verloren hast.“ Harry kratzte sich nur etwas verlegen am Hinterkopf und nickte nur leicht, sagte aber nichts dazu. Er merkte wieder Richards Blick auf sich. Ob der vielleicht Verdacht schöpfte? Nach Harrys Verhalten konnte man gut annehmen, dass er vielleicht gar nicht so traurig über den Tod seiner noch nie existierten Geliebten war. Richard wirkte wirklich nicht wie ein dummer Junge, der von nichts Ahnung hatte. Ganz im Gegenteil.
 

Harry musste sich ganz schön zusammenreißen, um den Gryffindor nicht die ganze Zeit anzustarren. Dann ging die Tür zum Klassenzimmer auf und Dumbledore ließ die Schüler rein. Die Schüler stellten ihre Gespräche ein und gingen einer nach dem anderen und ohne Drängeln ins Klassenzimmer. Harry, Jason, Emily, Theodor und Richard gingen als letztes rein. Sie setzten sich auch nach ganz hinten. Jason deutete Harry an, dass er auf den freien Platz neben dem Vertrauensschüler konnte. Neben ihn setzte sich dann auch noch Richard, was Harrys Herz seltsam schnell zum Klopfen brachte. Richard schien nichts zu bemerken. Er sah aufmerksam nach vorne. Am Tisch vor ihnen saßen Emily und Theodor. Harry drückte Tom noch mal an sich. Er war wirklich froh, dass er doch schon Anschluss gefunden hatte. Mal sehen, wie es weiterging und ob er sich mit den vier Schülern anfreunden konnte. Harry lächelte leicht, irgendwie freute er sich schon auf die Zeit, die er hier blieb. Er war wieder in Hogwarts. Weder in seiner Zeit noch in seinem Haus, doch er sah zuversichtlich in die nächsten Tage.
 

 






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